Als erste Idee für unseren Oculus-Rift Workshop, versuchten wir den Sehsinn einer Fledermaus nach zu empfinden. Die Applikation ist ein Sonar, mit welchem man sich in der Nacht (oder auch Tag) orientieren kann. Durch das Erzeugen von Lauten, wie eine Fledermaus das auch tut, beginnt der Infrarotscan der Kinect und scannt die Umgebung Umgebung. Das Scanbild wird als 3D-Punktvisualisierung dargestellt und verhilft so sich ein räumliches Bild zu schaffen. Menschen können sich so in einem komplett dunklen Raum zurechtfinden.
Eine zweite Idee für unser Oculus-Rift Projekt war eine Erweiterung der Sonar-Applikation, durch weitere Attribute, welche das Sonarbild stören oder schärfen konnten. Diese Applikation soll der Verhaltensweise eines Ninjas nachempfunden werden. Leise und mit möglichst wenig Bewegung, gilt es sich durch einen Raum an seine Gegner anzuschleichen. Werden Geräusche erzeugt, so verschwimmt das Bild. Die Applikation muss sich erst wieder beruhigen um das Bild wieder scharf anzuzeigen.
In der Prototypen Session wurden die Ansätze umgesetzt und im Raum mobil getestet und iteriert.
- Das Weglassen der Farbinformationen bietet ein ähnliches Erlebnis für den Nutzer, wie wenn er sich bei Nacht in natürlicher Umgebung aufhaltet, da das Farbsehen in der Dunkelheit abnimmt.
- Das Mapping und die Umcodierung der natürlichen, auditiven Sonarinformationen der Fledermaus auf die hörbare und visuelle Ebenen lässt den Nutzer ansatzweise die Art und Weise nachempfinden. Als Alternative könnte das auditive Spektrum der Fledermaus in den menschlichen Hörbereich versetzt werden.
- Gesamte Raumtiefe ist fassbar durch den visuellen Scaneffekt.
- Die Fokusierung der Augen auf die aktuelle Scanposition ist möglich,
- die Justierung der Parameter Helligkeit, Zeit und Schärfe brachten eine Verbesserung der Raumwahrnehmung.
- Durch den ungewohnten Scaneffekt ist die Raumaufteilung und Tiefenstaffelung schwerer fassbar.
- Die Möglichkeit einer vereinfachten und zielgerichteten Fokusierung der Wahrnehmung der Umwelt könnte im medizinischen Bereich zu Therapiezwecken eingesetzt werde (Raumwahrnehmung, Sehmöglichkeit durch eigene Interaktion).
- Die Unterscheidung von Bewegungen und derer Geschwindigkeiten könnte ein Bewegungsspektogramm erzeugen, welches den Sonareffekt unterstützen würde.